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Biofeedback Systeme im Überblick

Biofeedback Systeme im Überblick
Biofeedback Systeme im Überblick2018-03-08T16:27:08+01:00

Was ist Biofeedback?

Biofeedback ist eine verhaltensmedizinische Therapie, bei der Patienten über angelegte Sensoren eine Rückmeldung über Ihre Körperfunktionen erhalten, die normalerweise unbewusst ablaufen. Bei den meisten Biofeedback-Systemen handelt es sich dabei um den Puls und die Herzfrequenzvariabilität (HRV), Profi-Systeme können aber auch weitere Körperfunktionen wie Muskelspannung (EMG), Herzfrequenz, Blutfluss, Atmung, Hautleitfähigkeit (EDA) und Temperatur messen und darstellen. Durch die Visualisierung dieser Körperfunktionen kann der Anwender lernen, diese wahrzunehmen und aktiv zu beeinflussen.  Eine Biofeedback-Sitzung kann entweder bei einem Therapeuten oder Mediziner, aber auch mit tragbaren Geräten zu Hause stattfinden.

Wobei kann Biofeedback helfen?

Die Einsatzmöglichkeiten einer Biofeedback Therapie sind sehr vielfältig. Besonders effektiv hat sich Biofeedback bei psychosomatischen und psychischen Erkrankungen gezeigt, aber auch bei körperlichen Beschwerden kann es eingesetzt werden.

Folgende Erkrankungen können unter Umständen durch Ärzte mit Biofeedback begleitend behandelt werden:

  • stressbedingte Erkrankungen
    • Reizdarm & Reizmagen
    • Schlafstörungen
    • Tinnitus
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
  • Migräne
  • Spannungskopfschmerzen
  • (chronische) Rückenschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Verspannungen
  • Bluthochdruck
  • Harninkontinenz & Stuhlinkontinenz

Wie funktioniert Biofeedback?

Je nach Biofeedback-Gerät oder Einsatzzweck gibt es verschiedene Möglichkeiten. Meist wird allerdings ein Sensor am Körper befestigt, der mit einem PC oder Smartphone verbunden wird. Auf dem Bildschirm oder dem Display werden dann die gemessenen Werte angezeigt und können vom Anwender nachvollzogen werden. Die Reaktionen des Körpers auf Stress, Entspannung oder negative Erinnerungen können dann direkt angezeigt und erlebt werden. Erkennt der Anwender diesen direkten Zusammenhang zwischen Körperfunktion (z.B. dem Anstieg des Puls oder Herzschlags) und dem Auslöser kann er lernen direkten Einfluss auf seinen Körper zu nehmen. Dies geschieht zum Beispiel durch Entspannungsübungen.
Möchte man selber testen, welche Entspannungsmethode einem am besten hilft, kann Biofeedback ebenso helfen. Denn durch das direkte Feedback sieht man direkt, was einen entspannt und was nicht. So kann man nach und nach herausfinden was einem am meisten liegt.

Hat Biofeedback Nebenwirkungen?

Da bei bei einer Biofeedback Therapie oder Behandlung nur Körperfunktionen durch Sensoren ausgelesen werden, sind keine physischen Nebenwirkungen zu erwarten. Daher ist Biofeedback in der Regel auch für Schwangere und Kinder geeignet. Trotzdem ist es empfehlenswert immer zuerst mit seinem Arzt oder Therapeuten zu sprechen, denn bei Biofeedback handelt es sich um eine alternative Therapiemethode.

Was ist der Unterschied zwischen Biofeedback und Neurofeedback?

Biofeedback ist ein Oberbegriff, der sowohl Biofeedback als auch Neurofeedback mit einschließt. Der Unterschied ist, dass peripheres Biofeedback Körpersignale misst, die direkt mit dem vegetativen Nervensystem zusammenhängen. Dazu zählen Herzschlag, Durchblutung, Muskelspannung, Aktivität der Schweißdrüsen und Atmung. Beim Neurofeedback oder auch EEG-Biofeedback wird die Gehirnaktivität gemessen.

Unterschied zwischen Biofeedback und Neurofeedback